Alles organisch, oder was? 5 Fakten zu gekauften Followern und Fans

In unserem Blogbeitrag setzen wir uns mit gekauften Fans und Followern auseinander - und warum Sie besser darauf verzichten.
Manuel Leinung
Manuel Leinung

Inhaltsverzeichnis

Immer mal wieder höre ich, auch von gestandenen Social-Media-„Profis“ folgenden Satz:

„Dann kaufen wir uns halt Fans. Hauptsache viele Likes!“

Brrr. Ernsthaft? All die jahrelange Beobachtung, Analyse, all die Gespräche, all die Zahlen, die wir analysiert haben: alles umsonst?! Wir kaufen einfach Likes irgendwo im Ausland und sparen uns den ganzen Quatsch: Relevanz, Content Marketing und Community Management? Ganz so einfach ist’s dann doch nicht. 5 Fakten zu gekauften Fans und Followern im Online Marketing.

Fakt 1: Gekaufte Fans erhöhen nicht die Bekanntheit

Elementares Ziel im Onlinemarketing ist es, Bekanntheit aufzubauen. Und damit ist nicht gemeint, dass eine Briefkastenfirma in Abu Dhabi unsere Rechnungsadresse kennt und 5 Mitarbeiter 500 Fakeprofile dazu bringen, unsere Seite zu „liken“ oder unseren Tweets zu folgen.

Wir wollen Bekanntheit bei realen Menschen; bei den Internetnutzern; bei Influencern; bei Medien und bei allen Interessierten. Diese erreichen wir nicht, indem wir Leute dafür bezahlen, unsere Seite anzuklicken. Sondern mit relevanten Inhalten, was uns zur zweiten These bringt:

Fakt 2: Viele Fans bedeuten nicht weniger Arbeit

Jedes Social Media Profil hat eine bestimmte Aufgabe. Die kann derweil vielschichtig sein: von Marketing, über Vertrieb bis hin zu Kundensupport und der Suche nach Personal im Internet.

Aber egal, womit Sie Ihr Profil in Social Media Portalen befüllen: immer sollte dahinter ein ausgereiftes Konzept mit Contentplan, vorheriger Analyse der Zielgruppe und Themen sowie passenden Kennzahlen, mit denen der Erfolg gemessen werden soll, stehen.

Und auch wenn die Verlockung groß sein mag: gekaufte Fans bedeuten nicht weniger Arbeit.

Erfolgreiche Social-Media-Profile liefern Inhalte, die die Nutzer begeistern – und mittelfristig aus Followern Kunden machen. Diese Inhalte müssen recherchiert und für die jeweiligen Kanäle aufbereitet werden.

Nach dem Posten ist es aber nicht vorbei mit der Arbeit: Community Management heißt das Zauberwort. Social Media hat das Marketing revolutioniert. Statt einfach nur eine Nachricht auszusenden, wie Sie es mit TV – oder Printwerbung machen, können Sie mit Social Media in einen echten Dialog mit Ihren Kunden treten.

Nutzen Sie diese Chance – mit tollen Inhalten und professionellem Community-Management. Dann kommen die Fans von ganz allein.

Fakt 3: Gekaufte Fans werden zügig entlarvt

„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“ – und glauben Sie mir: gefälschte Doktorarbeiten Daten sind im Internet noch immer irgendwann nachgewiesen worden.

Bei Facebook-Seiten ist das übrigens mittlerweile auch für ungeübte Detektive einfach geworden, die Herkunft der Fans einer Facebookseite heraus zu finden: die Sendung Stern TV berichtete Anfang 2013 über gekaufte Likes bei Facebook und stellte gleichzeitig einen überaus einfach bedienbaren Facebook-Like-Check online.

Und auch für andere Social-Media-Kanäle stehen mittlerweile unzählige Tools zur Verfügung, um die Herkunft der Followerschaft zu überprüfen.

So stellt das Tool HypeAuditor bereits in der kostenfreien Variante ausgereifte Metriken zur Verfügung, mit deren Hilfe sich Fake-Follower zügig entlarven lassen.

Gekaufte Fans bei Instagram werden schnell entlarvt: Das Tool HypeAuditor stellt schon in der kostenfreien Variante ausgereifte Metriken zur Verfügung, um Fake-Follower schnell zu entlarven.
Gekaufte Fans bei Instagram werden schnell entlarvt: Das Tool HypeAuditor stellt schon in der kostenfreien Variante ausgereifte Metriken zur Verfügung, um Fake-Follower schnell zu entlarven.

Fakt 4: Die Anzahl der Likes oder Followern ist keine ernsthafte Kenngröße

Klar: die Anzahl der Likes ist diejenige Größe, die von Laien sofort erkannt – und von einigen Journalisten immer noch als Kriterium für die Relevanz eines Publishers angesehen wird.

In profesionellen Social Media Kampagnen zählen aber andere Werte, wenn es darum geht, den Erfolg einer Kampagne oder eines Auftritts zu messen: Postreichweite, Engagement oder Interaktionen sind eine sehr viel verlässlichere Quelle, um sich einen Überblick über den eigenen Erfolg zu verschaffen.

Übrigens: in dem von uns entwickelten Algorithmus zur Bewertung der Online PR spielt die Anzahl der Fans nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Last but not least:

Fakt 5: Gekaufte Likes bei Facebook sind wettbewerbswidrig

Mit Beschluss vom 06.08.2014 hat das Landgericht Stuttgart (Az.: 37 O 34/14) festgestellt, dass im Ausland gekaufte Likes wettbewerbswidrig sind, jedenfalls solange diese Likes aus Ländern stammen, in denen das werbende Unternehmen garnicht tätig ist.

Unabhängig von der rechtlichen Beurteilung steht außer Frage, dass gekaufte Likes immer mindestens unfair sind. Anbieter mit vielen Likes bei Facebook erwecken den Eindruck, sehr erfolgreich zu sein und Kundenkommunikation verstanden zu haben. Dass hinter den vielen Likes Geld steckt, ist für den Laien nicht erkennbar.

Unternehmen sollten also tunlichst darauf verzichten, die Anzahl der Likes künstlich nach oben zu treiben..

Möchten Sie mehr zu Social Media erfahren – oder haben Sie ganz konkrete Fragen? Dann fordern Sie noch heute Ihre kostenfreie Erstberatung  für Social Media Management an!

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