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Die vier größten Social Media Fails 2016 – bisher!

Social Media Management ist nicht gerade die einfachste Aufgabe innerhalb des Online-Marketings. Gerade die Schnelligkeit, die Nachprüfbarkeit und die ungeheure Menge an Informationen macht es für Unternehmen zunehmend schwierig, nicht in die Fail-Falle zu tappen. Damit Sie einen kleinen Anhaltspunkt erhalten, wie es nicht laufen sollte, haben wir die größten Schnitzer in 2016 zusammengestellt, damit Sie die gleichen Fehler nicht auch noch begehen.

 

Merke: Sprich mit Deinen Kollegen – auch wenn es manchmal schwer fällt

Ein großes Problem von Social Media Teams – vor allem denen, die sich anscheinend nicht gemeinsam abstimmen: Man kämpft an zwei Fronten. So geschehen beim Bierbrauer Holsten. Aber lassen wir die Screenshots, freundlicherweise hochgeladen vom Nutzer Boris Abdul Alhazred Stapelfeld, für sich sprechen:

Social Media Fails 2016: Holsten Pilsener

Das, was Holsten hier versucht, ist die neue Lieblingsmasche vieler Marken, die bei den meisten Nutzern garnicht gut ankommt. Man sucht sich private Fotos der Nutzer und fragt an, ob man diese für eigene Marketingzwecke nutzen darf – selbstverständlich ohne Bezahlung oder Gegenleistung. Boris Abdul wollte sich das nicht gefallen lassen und forderte als Gegenleistung einen Kasten Bier – eine für die Brauerei geradezu lachhafte Entlohnung, schaut man sich die gängigen Honorarsätze professioneller Fotografen an.

Dass das Holsten-Team dann aber auch noch eingeschnappt ist und dermaßen arrogant reagiert, führte – und das in unseren Augen zurecht – zu einem kleinen Shitstorm, der gerade erst an Fahrt aufnimmt.

Merke: “Read before you tweet” – Lies, bevor Du tweetest

Social Media Fails in 2016: Whoopie Goldberg und Oprah Winfrey

Zugegeben: Twitter ist ein Echtzeit-Medium. Will heißen, dass Meldungen, die älter als fünf bis sechs Minuten sind, im allgemeinen Verständnis der Netzgemeinde nichts mehr wert sind – oder jedenfalls nicht mehr aktuell und damit kaum noch relevant.

Dennoch gilt: Es macht Sinn, vor jedem Tweet den Inhalt gegen zu prüfen. Beispielsweise, wenn es um allgemein bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens geht. Das musste auch das Schönheitsmagazin Total Beauty erleben.

Nein, hier handelt es sich nicht um die bekannte Ex-Moderatorin Oprah Winfrey, sondern um die US-Amerikanische Schauspielerin Whoopie Goldberg. Eine einfache Google-Anfrage vor dem Absenden hätte dem Social-Media-Team diese Peinlichkeit erspart.

Merke: Drum prüfe, wer sich digital bindet

Die allermeisten Agenturen für Marketing sind folgendermaßen organisiert: Teams von einzelnen Mitarbeitern (bei kleinen Agenturen) bis hin zu Hundertschaften (bei den großen Platzhirschen) teilen sich nach Themengebieten ein.

Das können Themen wie Lifestyle-, Koch-, oder einzelne Sportbereiche sein. Jeder Mitarbeiter erhält Zugang zu einer Software (meist browserbasiert), mit dem er Posts für einzelne Profile planen und veröffentlichen kann und Reaktionen von Followern organisieren kann (so genanntes Social Media Management).

Das Blöde daran: Meist treffen in diesen Teams auf Kundenseite Konkurrenten “aufeinander” und werden von denselben Mitarbeitern betreut. Das macht insofern Sinn, als dass die Mitarbeiter sich auf ein Themengebiet konzentrieren (Wissensmanagement) und so schneller auf aktuelle Trends reagieren können.

So geschehen auch bei Mesut Özil (FC Arsenal) und İlkay Gündoğan (Manchester City). Offensichtlich hat hier ein Mitarbeiter die falschen Profile zum Posten ausgewählt. So erschien derselbe Post bei beiden Fußballern:

Social Media Fails 2016: Mesuz ÖzilSocial Media Fails 2016

Merke: Werbung ist Werbung ist Werbung

Wer mich kennt, der weiß, dass ich rigoros gegen nicht gekennzeichnete Werbung in Social Media bin. Ich nehme mir dann auch die Freiheit heraus, fehlende Kennzeichnungen nachträglich in den Kommentaren zu setzen.

Yvonne von experimenteausmeinerküche – einem sonst sehr empfehlenswerten Foodblog auf Instagram und neuerdings sogar auf Snapchat – gefiel das garnicht:

Social Media Fail 2016: Experimenteausmeinerküche / Yvonne / Instagram

Warum Yvonne direkt in den Muttimodus verfällt und mir die Leviten lesen will, hat sich mir nicht ganz erschlossen – schließlich hat Sie nur einen Tag zuvor die Kennzeichnung noch brav gesetzt:

Experimenteausmeinerküche: Social Media Fail 2016 / Instagram

Derartige Reaktionen zeigen deutlich, welche “Influencer” sich selbst zu ernst nehmen und wer auf Augenhöhe mit seinen Followern kommuniziert. Bei Yvonne habe ich anscheinend einen wunden Punkt getroffen, weshalb Ihre Reaktion auch entsprechend genervt und nicht gerade sozial ausfiel.

Mag sein, dass Sie für dieses eine (obere) Foto nicht explizit Geld erhalten hat – darum geht es aber auch garnicht. Es geht darum, dass der Nutzer nicht mehr unterscheiden kann, ob hier jemand seine eigene Meinung kund tut, ein Produkt testet oder ob er Geld vom Hersteller bekommt. Tatsächlich erhielt ich nach meiner Antwort mehrere Privatnachrichten auf Instagram, die nahelegen, dass derartige Entgleisungen und fehlende Kennzeichnungen schon mehrfach vorgekommen sind und einige Nutzer sich daran stören.

Fakt ist: Nicht gekennzeichnete Werbung verstößt gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG).

Schlimmer noch: Den Nutzern fällt es zunehmend schwerer, redaktionellen Inhalt von bezahlter Werbung zu unterscheiden. Ganz abgesehen davon sollten gerade Eltern darauf achten, dass Heranwachsende die Inhalte, die sie konsumieren, auch einordnen können (Stichwort Medienkompetenz).

Fazit: Wer sich in sozialen Medien aufhält und Inhalte bereit stellt, sollte genau überlegen, was er wann und wo postet – und mögliche Fehler im Vorfeld so weit wie möglich ausschließen können. Denn was einmal online ist, ist nur sehr schwer wieder zu entfernen.

Hi, ich bin Manuel und Inhaber von capcycle.media. Seit mittlerweile sechs Jahren berate ich kleine Firmen und Selbstständige zum richtigen Umgang mit den Möglichkeiten, die das Internet und soziale Medien bieten. Hier im Blog schreibe ich über Trends in Sachen Marketing und Vertrieb.

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